Rhodiola Rosea

Die Wurzel der Rosenwurz (Rhodiola rosea) strömt einen charakteristisch rosenartigen Geruch aus (daher der Name) und wird seit alters her in osteuropäischen und skandinavischen Ländern als Heilpflanze zur Behandlung von Angstzuständen, Müdigkeit und Depressionen verwendet. In anderen Ländern verwendet die Volksheilkunde Rosenwurz-Zubereitungen zur Stärkung von Gedächtnis, Konzentration und Aufnahmevermögen oder zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und zum Stressabbau. Bis heute wird die Rosenwurz (Rhodiola rosea) wegen ihrer vielen gesundheitlichen Vorteile häufig in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet. Vor allem ihre adaptogene Wirkung ist interessant; adaptogen bedeutet: Rosenwurz-Extrakte können dem Körper helfen, sich besser an Stress anzupassen.

Inhaltsstoffe der Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Die Rosenwurz (Rhodiola rosea) enthält mehr als 140 aktive Inhaltsstoffe, von denen Rosavin und Salidrosid die gesundheitlich wichtigsten sind.

Wirkungen der Rosenwurz (Rhodiola rosea)

Rosenwurz (Rhodiola rosea) kann Stress vermindern

Rhodiola gilt seit langem als Adaptogen, also als eine natürliche Substanz, die den Widerstand des Körpers gegen Stress allgemein erhöht und so dabei hilft, mit stressigen Situationen besser umzugehen. [1, 2] So erhielten in zwei Studien 101 bzw. 118 Personen mit lebens- und arbeitsbedingtem Stress, bzw. stressbedingtem Burnout täglich Rhodiola-Extrakt. In beiden Studien verbesserten sich die Stresssymptome, wie Müdigkeit, Erschöpfung und Angstzustände, schon nach kurzer Zeit. [3, 4]

Rosenwurz (Rhodiola rosea) kann Müdigkeit bekämpfen

Vermutlich wegen seiner adaptogenen Eigenschaften kann Rhodiola auch gegen Tagesmüdigkeit helfen. Denn Stress, Angstgefühle und Schlafmangel sind wichtige Faktoren, die zu Müdigkeit (körperlicher wie geistiger) beitragen können.

Auch hier wurden zwei Studien mit 60 bzw. 100 Personen durchgeführt, die an stressbedingter Müdigkeit bzw. chronischen Müdigkeitssymptomen litten. Die Teilnehmer erhielten täglich Rhodiola-Extrakt oder Placebo. Die Forscher stellten fest, dass (verglichen mit Placebo) die Rosenwurz (Rhodiola rosea) die Müdigkeit verringerte und einen positiven Effekt auf Stimmung, Aufmerksamkeit und Konzentration hat. Diese Effekte wurden bereits eine Woche nach Beginn der Studie beobachtet und verbesserten sich weiter bis zur letzten Woche der Studie. [5, 6]

Rosenwurz (Rhodiola rosea) kann die Gehirnfunktion verbessern

Um das Gehirn fit zu halten, sind vor allem drei Dinge effektiv: regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf [7 – 9]. Aber auch Nahrungsergänzungsmittel mit Rhodiola-Extrakt können dabei helfen.

So wurde die Wirkung von Rosenwurz (Rhodiola rosea) in zwei plazebokontrollierten Studien untersucht: Eine Studie an Ärzten [11] und eine an Militärkadetten [12]. Beide Gruppen arbeiteten im Nachtdienst und erhielten täglich entweder Rhodiola-Extrakt oder Placebo. In beiden Studien stellten die Autoren fest, dass – verglichen mit Placebo – Rhodiola die geistige Leistungsfähigkeit verbessert und die mentale Müdigkeit reduziert.

In einer weiteren Studie konnten Studenten, die 20 Tage lang ein Rhodiola-Ergänzungsmittel eingenommen hatten, ihre Prüfungsergebnisse um 8% steigern (verglichen mit Placebo). Die Autoren beobachteten eine geringere mentale Müdigkeit, verbesserte Schlafmuster und eine erhöhte Lernmotivation. [12]

Rosenwurz (Rhodiola rosea) kann die körperliche Leistung verbessern

Rhodiola hat auch das Potential die körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern, wenn auch nicht direkt über eine Stärkung der Muskelkraft. [13]

In einer Studie z.B. konnten die Teilnehmer, die Rhodiola 2 Stunden vor einem Fahrradtests einnahmen, durchschnittlich 24 Sekunden länger trainieren als diejenigen, die ein Placebo erhielten. [14]. Das erscheint nicht viel, könnte im Leistungssport, wo oft Millisekunden zählen, aber entscheidend sein.

Diese und weitere Studien konnten zeigen, dass Rhodiola die Ausdauerleistungsfähigkeit und die Trainingsleistung verbessert. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Rhodiola einen direkten Effekt auf die Muskelkraft ausübt. Man vermutet vielmehr, dass man mit Rhadiola-Extrakt länger und härter trainieren kann, weil ein Inhaltsstoff die wahrgenommene Anstrengung verringert und so die Ausdauer erhöht. [15, 16]

Wie Rhodiola rosea das Altern verlangsamen kann

Rhodiola rosea kann die Mechanismen des Alterns auf verschiedene Weise beeinflussen. Zum Beispiel kann Rhodiola rosea die Abwehr hochregulieren und Proteine ​​in der Zelle reparieren, wie Chaperonproteine. Chaperone schützen Proteine ​​in Zellen vor Schäden, indem sie einen Schild um die Proteine ​​bilden.

Rhodiola rosea wirkt wich positiv auf die Gesundheit der Mitochondrien aus. Die regelmäßige Einnahme einer Nahrungsergänzung mit Rhodiola kann SIRT1 und AMPK, wichtige Proteine, die an der Verlangsamung der Alterungsprozesse beteiligt sind, hochregulieren.

Andere Studien fanden heraus, dass Rhodiola mTOR hemmt und Autophagie in Zellen induzieren kann.

Autophagie ist der Prozess, bei dem Zellen Proteine ​​entfernen, die sich sonst ansammeln und schließlich Zellen und Organen Schaden zufügen würden.

Je älter wir werden, desto weniger gut funktioniert die Autophagie und desto mehr Proteine ​​reichern sich in unseren Zellen an, was zum Alterungsprozess beiträgt.

Rosenwurz (Rhodiola rosea) Zusammenfassung

Rhodiola hat in Tierversuchen und am Menschen gezeigt, dass es eine wertvolle Ergänzung für die des Menschen sein kann, im Einzelnen kann Rhadiola:

  • als adaptogen bei Stress helfen,

  • Müdigkeit bekämpfen,

  • die Gehirnfunktion verbessern,

  • die körperliche Leistungsfähigkeit erhöhen,

  • die Gesundheit der Mitochondrien verbessern,

  • dabei helfen, die Autophagie auslösen.

Referenzen:

  1. https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26502953

  2. https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29325481

  3. https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22228617

  4. https://ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5370380/

  5. https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19016404

  6. https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28219059

  7. https://ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4008828/

  8. https://ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2805706/

  9. https://ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2656292/

  10. https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11081987

  11. https://ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12725561

  12. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18536978/

  13. https://www.spandidos-publications.com/10.3892/ijmm.2019.4153
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